Am Neckar, am Neckar ... da soll in Heilbronn etwas ganz besonderes entstehen. Nicht am Kanal, sondern an jenem Teil, der teilweise idyllisch die Innenstadt in Bahnhofsvorstadt und City teilt. Im Hagenbucher, „diesem mächtigen und so nüchternen Speichergebäude aus Ziegelstein“ (OB Weinmann), wird das Robert-Mayer-Museum eingerichtet. Hinzu kommt das Theaterschiff, das neben dem Hagenbucher ankert, und ab heute „Theater im Frachtschiff“ bietet. Dazu eine Galerie für moderne Kunst unter der neuen Friedrich-Ebert-Brücke und Skulpturen im Ufer-Grün. Hier wachse ein vitales Kultur- und Kommunikationszentrum heran: „Kulturpark am Neckar“. Und weil alles so schön werden soll, ließ die Stadt zur Eröffnung der Theaterschiff-Ausstellung im Hagenbucher auch gleich das Treppenhaus blau-weiß überpinseln, damit die Gäste aus Stuttgart und Heilbronn nicht an dreckigen Wänden vorbeigehen müssen. Bei dieser Aktion wurde eine 1993 entstandene Wandarbeit des Kölner Künstlers Hans-Peter Webel gleich mit überpinselt. Was vorher „gipsfarben-natur“ schimmerte, erstrahlt nun in frischem Bayern-Look. Zornig reagierte Mechthild Bauer-Babel, die seit 1988 die „Neue Kunst im Hagenbucher“ organisiert. Und auch der Künstler ist darüber empört, daß ohne jede Rücksprache seine Wandskulptur nun „zerstört“ wurde. Die Stadt beruft sich darauf, daß das Anbringen der Webel-Skulptur überhaupt nicht genehmigt worden sei. Und die Kunstmacherin beruft sich „auf die Duldung dieser Arbeit durch die Stadt“. Die nicht bestellte Kunst auf städtischen Wänden frisch getüncht - dahin ist sie. Wenigstens teilweise. Rat des OB: Man könne mit einem Schwamm das Stückle Gips wieder von der störenden Farbe befreien. Mal sehen, was aus diesem Kunst-Streit alles noch wird.
Rückschlag?
Die Furcht vor einem wirtschaftlichen Rückschlag in
der Bundesrepublik wächst derzeit. Pleiten allerorten in Rekordzahlen. Es
scheint beim Konjunkturmotor, der im ersten Halbjahr 1995 noch schnurrte, Sand
ins Getriebe gekommen zu sein. Das Wachstum im zweiten Halbjahr wird sich
verlangsamen, sagen die Wirtschaftsinstitute. Politiker diagnostizieren
allerdings nur eine „Wachstumsdelle“. Nach einem „Atemholen“ im Herbst werde
sich der Aufschwung vom Beginn des Jahres zum Ende hin wieder fortsetzen, versichern sie mit ihrem treuem
Politiker-Augenaufschlag. Aber glauben ist eine Sache, vertrauen wieder eine
ganz andere. Und auf die Prognosen von Politikern setzen, da könnte man sein
Geld auch gleich in den Strumpf stopfen oder zum Fenster hinauswerfen.
Verglichen mit dem, was uns vor Wahlen versprochen und was dann eingehalten
wurde - da kann man nur den Schluß ziehen: Wenig ist eingehalten worden. Und
was sagen die Fakten? Aus dem
Verarbeitenden Gewerbe werden Warnsignale gemeldet. Im Juni brachen die Bestellungen saison- und
preisbereinigt um 3,5 Prozent ein. Die Geschäftserwartungen in der
westdeutschen Industrie haben sich darüber hinaus verschlechtert. Und das
größte Sorgenkind, der Arbeitsmarkt hat ebenfalls keine guten Zukunftsaussichten.
Die Arbeitslosenquote kletterte von neun auf 9,5 Prozent. Die Zahl der
Erwerbslosen stieg wieder um 134.000 auf 3,59 Millionen. Dauerte es bislang nur
ein halbes Jahr, bis sich der Konjunktur-Aufschwung auch in einer höheren
Beschäftigungszahl niederschlug, so sind diesmal schon fast zwei Jahre
verstrichen, ohne daß sich eine durchgreifende Besserung auf dem Arbeitsmarkt
abzeichnet. Der Herbst 1995 verspricht wirtschaftlich nichts Gutes.
Sparen - aber wie
Die Steuern und Abgaben sind in Deutschland
entschieden zu hoch. Das merkt nicht nur jeder Bürger an seinem eigenen
Geldbeutel, das begreifen langsam auch jene Politiker, die bisher die Fürsorge
des Staates höher einstuften als die Fähigkeit des Bürgers, für sich selbst zu
sorgen. Mehr als die Hälfte einer Mark, die ein jeder verdient, schnappt sich
der Staat. Die Ermahnungen vieler Sachverständiger, endlich mit dem Sparen zu
beginnen, fruchteten bisher wenig. Und so steigen dann die Schulden der Städte
- und die Gebühren für die Bürger. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird fürs laufende
Jahr in Heilbronn mit 3.168,60 Mark geschätzt. Im Jahre 1996 soll sie bei
4.372,50 Mark liegen, hat der Finanzbürgermeister Werner Grau ausgerechnet. Die Schätzung der Gesamtschulden liegen im
Jahr 1995 bei 385,3 Millionen Mark, im kommenden Jahr sollen sie bei 531,7
Millionen angekommen sein. Ein Horrorgemälde, das letzte Woche da im
Heilbronner Gemeinderat gemalt wurde. Und die Konsequenz für uns Bürger? Wir
müssen wieder mal mehr Abgaben zahlen. Vor allem in den Bereichen Abwasser und
Abfall. Wie hoch diese „erheblichen Gebührensteigerungen“ ausfallen werden, das
ließ der Erste Bürgermeister sich nicht entlocken. Dabei gäbe es eine Menge zu
sparen in Heilbronn. Der Gemeinderat ist das oberste beschlußfassende Organ der
Stadt - und sollte seiner Aufsichtspflicht nachkommen. Das heißt, auf sparsames
Wirtschaften achten und nicht noch mehr Ausgaben fordern.
IHK-Empfang
Eingeladen hatten der Präsident der Industrie- und
Handelskammer Heilbronn, Otto Christ, und der Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schmalz: Zum alljährlichen
Jahresempfang der Kammer in den großen Saal der Heilbronner Harmonie. Und alle
kamen, die im Kammergebiet, in der Region zwischen Wertheim und Lauffen,
zwischen Eppingen und Crailsheim in der Wirtschaft, in Verbänden, Parteien,
Kirchen und Vereinen wichtige Entscheidungsträger sind. Rund 700 Gäste hatte
man erwartet. Und es dürften ein paar mehr oder weniger gewesen sein, die dem
baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel als Festredner gelauscht
hatten. Dabei war er doch erste vor wenigen Tagen im Unterland, um den Bürgern
aufs Maul zu schauen, um herauszufinden, wo in den Kommunen, bei der Industrie
und Verbänden der Schuh drückt. Beim
IHK-Empfang aber legte Erwin Teufel seine wirtschaftspolitischen Grundzüge für
die Zukunft dar. Damit will er sich offensichtlich vor allem im Wahlkreis
seines Stellvertreters von der SPD Dieter Spöri nicht nachsagen lassen, daß er
zu wenig von Wirtschaftspolitik verstehe. „Vorsprung durch Technik“, diesen
Werbespruch der Firma Audi, hatte sich Erwin Teufel schon bei seinem
Bürgerempfang in Neckarsulm als Leitmotiv gewählt. Und auch vor den zahlreichen
Gästen der IHK legte er wiederum sein Bekenntnis zum Industriestandort
Unterland ab. Der besorgte und treusorgende Landesvater muß sich ja auch gerade
in diesem Landstrich mit seinem Vorgänger im Amte, den hier noch besonders
populären Lothar Späth, messen lassen. Denn der reist durch die Lande und sagt
den Leuten, daß man von den Politikern derzeit nicht allzuviel erwarten könne.
Das schmerzt so manchen CDU-Parteigänger, der Solidarität erwartet - vom einst
geliebten Lotharle.
Medien-Macher
Wer in Heilbronn und um Heilbronn herum im
Medienbereich was macht, das ist hier den Mächtigen und weniger Bedeutenden in
Politik, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen durchaus bekannt. Man kennt sich -
die Namen sind in vieler Munde. Chefredakteur der Tageszeitung Heilbronner
Stimme ist Dr. Wolfgang Bok.
Studioleiter des Süddeutschen Rundfunks in Heilbronn und Redaktionsleiter des
Frankenradios beim SDR ist Lutz Wagner.
Schwieriger ist es da schon bei den Korrespondenten der überregionalen
Zeitungen im Unterland: Viele kennen den Wieland
Schmid von der Stuttgarter Zeitung und den Hans-Georg Frank von der Südwestpresse. Und wenn nicht, jetzt wissen
sie es. Dieser Tage bekam ich nun ein Buch mit dem Titel „Deutschlands Private“
(Luchterhand-Verlag) in die Hand. Dort ist verzeichnet, wer für privates
Fernsehen und Rundfunk in deutschen Landen verantwortlich zeichnet. Da es bei
uns im Unterland kein regionales Fernsehen gibt, schaute ich mal bei den
privaten Rundfunksendern nach. Da gibt es zum einem den Bereichssender Antenne
1 aus Stuttgart, die in der Heilbronner Kilianstraße 2 ein Studio betreibt.
Verantwortlich für diesen Sender sind : Werner
J. Baur (Geschäftsführung), Silvana
Rosenzweig (Programmleitung) und Walter
Krämer (Marketingleitung). Das zweite Privatradio (in der Allee 2) ist der
Lokalsender Radio Ton, bei dem Edwin
Ferring sowohl für die Geschäftsführung, die Programm- und Marketingleitung
verantwortlich zeichnet. Eben alles in einem: Klein, aber fein. Eben lokal.
Politik für Frauen
Ein Zauberwort der Kommunalpolitik in Heilbronn lautet
Frauenförderplan. Auch bei der letzten Gemeinderatssitzung kam er wieder zu
Sprache. Frauen sollen demnach stärker bei der Besetzung neuer Stellen in der
Verwaltung berücksichtigt werden. Aber als es vor kurzem erst um die
Neubesetzung einer zweiten Stelle im Presseamt der Stadt ging, da entschied das
Los. Der Mann machte das Rennen. Er
hatte eben Glück. Dank des Stimmenpatts zuvor. Aber das sind Randerscheinungen.
Mir scheint, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit steht für die Mehrheit der
Menschen die existentielle Frage im Vordergrund. Das heißt: Hat der
Familienvater Arbeit, kann er seine Familie versorgen - und wenn das nicht
ausreicht, kann die Ehefrau noch halbtags etwas dazuverdienen. Die Frage nach
Gleichberechtigung bleibt da außen vor. Für die Mehrheit der Bevölkerung. Das
gilt natürlich nicht für Akademiker in Staatsdiensten, die Hätschelkinder der
Nation. Da verdienen zum Beispiel beide Partner in einer Ehe ein gutes Salär
und sind darüber hinaus mit allen beamtenrechtlichen, sozialen Segnungen des
Staates ausgestattet. Schließlich sind ja auch unsere Abgeordneten und deren
Zuarbeiter in der Mehrheit beamtete Staatsdiener. Und diese Treuhänder unserer
Steuergroschen sorgen schon dafür, daß ihre Klientel ein relativ sorgenfreies
Leben genießt. Nicht nur jetzt beim Diätengesetz im Bundestag, sondern auch in
den Landtagen und bei all jenen, die sich in der Hierarchie darunter befinden.
Arbeitende Menschen in der freien Wirtschaft unseres Landes können von solchen
Segnungen nur träumen.
Sporthilfe
Als vor zehn Jahren die Sporthilfe Unterland gegründet wurde, war das nicht nur der mutige Wille einer großen Schar
engagierter Bürger, sondern auch und in erster Linie das Resultat langjähriger
Überlegungen zweier engagierter Männer in Heilbronn. Vor vierzig Jahren hatte
es begonnen. Da überlegten die beiden Journalisten Werner Thunert und Lothar
Strobl, was zu tun ist, um den Sportlern im Unterland eine angemessene
Unterstützung zuteil werden zu lassen. Später nutzten beide ihre Positionen, Thunert als
Chefredakteur und Strobl als Sportchef der Heilbronner Stimme, um das
umzusetzen, was in beider Köpfe lange
Jahre hin- und hergewälzt worden war. Schließlich und endlich entstand
die Unterländer Sporthilfe am 19. Juni 1985. Das Hauptproblem gezielter
Sportförderung, so Lothar Strobl heute, bestehe darin, daß öffentliche Mittel
meistens erst dann zu fließen beginnen, wenn ein Athlet Leistung bringt und
sich durch Meisterschaft und Titelgewinn selber empfiehlt. Die Unterländer
Sporthilfe sieht das ganze mehr bodenständig und deshalb die Meister nicht vom
Himmel fallen. Sie setzt vielmehr dann an, wenn sich das Talent bemerkbar macht
- sichtbar wird. Und das heißt: Auf dem harten Wege sportlicher
Talententfaltung die größten Steine aus dem Weg räumen, Leistungsmotivation
wecken und stärken. Außerdem steht für diese heimatliche Sporthilfe im Vordergrund,
die regionalen Bindungen in die Zukunft hinein zu stärken. Das hat das
Geburtstagskind geschafft. Gratulation - auch hier vom Turm.
Hochschule
Klagen in der einzigen Heilbronner Hochschule. Der
Fachhochschulrektor Professor Dr. Otto Grandi verabschiedet 265 Absolventen
seiner Bildungseinrichtung mit dem feierlichen Überreichen des Diploms: 121
Ingenieure, 120 Betriebswirte und 24 Medizinische Informatiker. Dazu gibt‘s
dunkle und warnende Worte. In früheren Zeiten galt einmal, daß Heilbronner Fachhochschulstudenten
mühelos schon vor Beendigung ihrer Ausbildung einen guten Job in der Tasche
hatten. Aber diese Zeiten sind vorbei. Der Konkurrenzkampf ist wegen fehlender
Jobs mörderischer und vor allem auch ungerechter geworden. Verkündete der
Rektor Grandi bei der Feier in der Heilbronner Harmonie. Und der IHK-Präsident
Otto Christ konnte auch keine Trendwende in der heimischen Wirtschaftskrise
mitteilen. Die konjunkturelle
Aufwärtsentwicklung zu Beginn des Jahres sei zur Jahresmitte zum Stillstand
gekommen. Und so befürchtet man jetzt in der Fachhochschule Heilbronn, daß
zum Wintersemester wieder zahlreiche Studienplätze nicht belegt werden können.
1,1-Diplomand Magnus Beier beklagte dann auch in seiner Absolventenansprache,
daß der drastische Rückgang vor allem in den Ingenieurwissenchaften heftig zu
Buche schlage. Um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern, benötige man
nämlich auch in der Zukunft gut ausgebildete Ingenieure in Konstruktion,
Entwicklung und Produktion. Denn wie sonst sollen attraktive und
wettbewerbsfähige Produkte auf dem Weltmarkt angeboten werden. Aber Lamentieren
hilft aus keiner Krise. Schauen wie es die anderen besser machen. Und dann neu
anpacken.
Weinlese
Bei uns im Unterland ist die Weinlese im vollen Gange.
Diese Woche sind Trollinger und Lemberger an der Reihe. Ein solider Jahrgang
soll der 95er werden, verkünden die Experten. 75 Millionen Liter Wein erwarten
die württembergischen Genossenschaften von der laufenden Ernte. Gerechnet wird
mit hundert Liter pro Ar Rebfläche. Damit liegen die Wengerter mit dieser Ernte
dann unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Aber bekanntlich macht´s nicht
die Menge, sondern die Qualität des Weines. Und da haben die 86
württembergischen Weingärtnergenossenschaften im laufenden Wirtschaftsjahr
schon ordentlich verkauft. Mit einem 3,7 prozentigen Plus wurden insgesamt 86,2
Millionen Liter Wein und Sekt unter die Menschen gebracht. So blicken die Unterländer Wengerter insgesamt gesehen in eine gute
Zukunft. Ließ doch dieser Tage die Genossenschaftskellerei
Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg zum Erntedank in einem Brief verlauten: „Wir sind
dankbar, daß wir wieder einen guten Jahrgang einbringen dürfen.“ Und diese
Aussage krönte ein Gedichtle zum Erntedank, in dem es heißt: „Im Weinberg, die
Reben, trugen es kaum/ was an Trauben reifte in herrlicher Pracht./ Welche
Fülle hat uns der Sommer gebracht!“ - Das ist heute selten zu hören, in einer
Zeit, in der zum Leitspruch vieler der saloppe Ausspruch „Alles ist machbar,
Herr Nachbar!“ gehört. Hungersnöte, Kriege, Naturkatastrophen sollten uns
eigentlich eines Besseren belehren. Vieles ist machbar. Aber nur dann, wenn ein
Segen über der Sache liegt. Woher der auch immer kommen mag. Über den
Weinbergen in Württemberg lag 1995 offensichtlich einer.
Müll wohin
In früheren Zeiten war es unfein, über Müll zu reden.
Man entledigte sich dieser Exkremente menschlichen Daseins - irgendwie und
irgendwo. Aber heute ist Müll Abfall und dessen Beseitigung eine Wissenschaft
für sich. Dazu noch ein teures Unterfangen für die Menschen im Lande. In
anderen Staaten Europas und rund ums Mittelmeer ist man da weitaus sorgloser.
Von Asien, Afrika oder Südamerika erst gar nicht zu reden. Was wir bei uns in
den letzten hundert Jahren, in denen das Land industriell schon reichlich
vorangeschritten war, mit dem Müll aus Industrie und Haushalten angestellt
haben, das wissen nur wenige. Alte Mülldeponien sind oftmals gar nicht mehr in
den Landkarten der Kommunen zu finden. Müll-Wissenschaftler
sagen, da würden richtige „Atombomben“ in unserer Erde schlummern. Die
einfachste Lösung hieße deshalb, den gesamten Müll verbrennen. Denn
Müllentsorgung mit Sammeln, Trennen, Wiederaufbereiten ist in der Energiebilanz
ganz schön aufwendig und teuer. Mit vielen Plastikabfällen wird ja auch schon
so verfahren: Gesammelt, zerkleinert, mit anderen brennbaren Materialien
vermischt ergibt das Zeug Brennstoff für Hochöfen und
Energieversorgungsanlagen. Die Rückstände aus diesen Anlagen werden aus ganz
Europa zum Beispiel nach Heilbronn gefahren, um hier im Salzbergwerk
„endgelagert“ zu werden. Mülltourismus nennt man das teilweise abschätzig. Wo
aber bleibt das, was bei uns noch verbuddelt ist? Ausgraben, sortieren,
wiederverwerten - und den Rest wieder auf die Müllhalde? Die Allgemeinheit, sprich
der Steuerzahler kommt für die Müllexperimente auf. Nicht nur mit seinen
Müllgebühren, sondern auch mit anderen Steuern. Heilbronn hat´s schon
angekündigt.

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